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Strom- und Fernwärmepreise für Haushalte bleiben bis Juli 2027 unverändert

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Wohnblocks in der Abenddämmerung mit warmem Licht in den Fenstern und Dampf, der aus einer Heizleitung aufsteigt Wirtschaft
Wohnblocks in der Abenddämmerung mit warmem Licht in den Fenstern und Dampf, der aus einer Heizleitung aufsteigt

Ministerpräsident Rumen Radev sagte, der Fonds für die Sicherheit des Elektrizitätssystems werde über genug Mittel zum Schutz der Verbraucher verfügen, nachdem der Energieregulierer erklärt hatte, die Preise blieben in dieser Heizsaison trotz höherer Gaspreise stabil.

Die Strom- und Fernwärmepreise für Haushalte in Bulgarien bleiben bis zum 1. Juli 2027 unverändert, sagte Ministerpräsident Rumen Radev zu Beginn einer regulären Kabinettssitzung am Mittwoch, dem 28. Oktober, wie BTA berichtete.

Radev begrüßte die Ankündigung der Energie- und Wasserregulierungskommission (EWRC) vom Vortag, dass sich die Preise in der kommenden Heizsaison trotz eines starken Anstiegs der internationalen Erdgaspreise nicht ändern würden. Die Regierung werde dafür sorgen, dass der Fonds für die Sicherheit des Elektrizitätssystems über ausreichende Liquidität verfüge, um die Mechanismen zu finanzieren, die Verbraucher vor Preiserhöhungen schützen.

Bei einem Treffen mit dem staatlichen Gasversorger Bulgargaz sagte der EWRC-Vorsitzende Plamen Mladenovski, der Regulierer habe neben dem Gaspreis weitere Instrumente, um die Strom- und Wärmepreise niedrig zu halten. Mehr als 60 % der Kosten der Fernwärmeversorger hingen mit dem Erdgaspreis zusammen, doch die Kommission werde alle regulatorischen Mechanismen nutzen, um eine Erhöhung zum 1. Januar zu vermeiden. Derzeit gebe es Reserven, und eine Erhöhung sei nicht notwendig, fügte er hinzu.

Radev äußerte sich auch zu den Lebensmittelpreisen und sagte, Bulgarien habe eine freie Marktwirtschaft, und die Regierung könne keine Preise vorschreiben. Eine wirksame Regulierung erfordere einen rechtlichen Rahmen für Preistransparenz, die Nachvollziehbarkeit der Preisbildung und Maßnahmen gegen unlautere Geschäftspraktiken. Die Regierung habe statt punktueller Kontrollen systematische Prüfungen von Preisen, unlauteren Praktiken und Lebensmittelqualität begonnen, mit dem Ziel, die Handelsspannen in Bulgarien an die anderer entwickelter europäischer Länder anzugleichen.

Für Haushalte bedeutet die Entscheidung, dass sich die regulierten Rechnungen im Winter und Frühjahr nicht ändern. Für Unternehmen, die Strom auf dem freien Markt kaufen, gilt die Entscheidung nicht unmittelbar, sie zeigt aber, wie der Staat den Sicherheitsfonds nutzen will, um höhere Energiekosten aufzufangen. Wie der Fonds aufgefüllt wird, dürfte im Zusammenhang mit dem Haushalt 2027 erörtert werden.