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Bulgariens Bruttoauslandsverschuldung steigt Ende August um 25,3 % auf 68,8 Mrd. Euro

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Finanzberichte mit Diagrammen und ein Taschenrechner auf einem Holzschreibtisch neben einer Tasse Kaffee Makroökonomische Daten
Finanzberichte mit Diagrammen und ein Taschenrechner auf einem Holzschreibtisch neben einer Tasse Kaffee

Vorläufige Daten der BNB beziffern die Auslandsverschuldung auf 53,6 % des prognostizierten BIP; die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich fast verdoppelt, und die Verbindlichkeiten der Zentralbank spiegeln die Zuteilung von Euro-Banknoten wider.

Bulgariens Bruttoauslandsverschuldung, die öffentliche und private Verbindlichkeiten umfasst, erreichte Ende August 2026 68,8 Mrd. Euro und lag damit 25,3 % über dem Vorjahreswert von 54,9 Mrd. Euro, wie aus vorläufigen Daten der Bulgarischen Nationalbank (BNB) hervorgeht, die am Freitag, dem 30. Oktober, veröffentlicht wurden und über die BTA berichtete.

Die Verschuldung entsprach 53,6 % des prognostizierten Bruttoinlandsprodukts nach 47,1 % ein Jahr zuvor.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 17,8 Mrd. Euro oder 25,8 % der Gesamtsumme und 13,8 % des BIP, ein Anstieg um 92,2 % im Jahresvergleich. Die langfristigen Verbindlichkeiten erreichten 51 Mrd. Euro, ein Plus von 11,8 %, und machten 74,2 % der Gesamtsumme aus. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betrugen 40,9 Mrd. Euro oder 59,5 % der Gesamtsumme. Auf Euro lautende Verbindlichkeiten machten 72,3 % der Schulden aus, nach 80 % ein Jahr zuvor.

Ein großer Teil des Anstiegs geht auf die Zentralbank selbst zurück. Die Auslandsverbindlichkeiten der BNB stiegen auf 10,4 Mrd. Euro nach 1,9 Mrd. Euro ein Jahr zuvor, vor allem wegen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Zuteilung von Euro-Banknoten durch das Eurosystem nach der Einführung des Euro in Bulgarien am 1. Januar 2026.

Die Auslandsverschuldung des Sektors Staat betrug 19,3 Mrd. Euro oder 15 % des BIP, ein Plus von 9,2 % im Jahresvergleich. Ihr Anteil an der gesamten Auslandsverschuldung sank von 32,2 % auf 28 %. Die Auslandsverbindlichkeiten der sonstigen monetären Finanzinstitute, vor allem der Banken, stiegen um 32 % auf 10 Mrd. Euro, die der übrigen Sektoren um 4,3 % auf 14,9 Mrd. Euro. Die konzerninterne Kreditvergabe, also Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen in verschiedenen Ländern, belief sich auf 14,2 Mrd. Euro, ein Plus von 5,3 %.

Wer die Zahlen mit früheren Jahren vergleicht, sollte beachten, dass der Sprung bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten und denen der Zentralbank weitgehend ein technischer Effekt des Beitritts zum Euroraum ist und keine neue Kreditaufnahme von Staat oder Unternehmen. Der Anteil des Staates an der Auslandsverschuldung ist niedriger als vor einem Jahr, während die Auslandskredite des privaten Sektors moderater gewachsen sind.