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Bulgariens Haushaltsplan für 2027 sieht ein Defizit von 4,3 % vor

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Gedruckte Haushaltsunterlagen, ein Taschenrechner und Euromünzen auf einem Bürotisch Wirtschaft
Gedruckte Haushaltsunterlagen, ein Taschenrechner und Euromünzen auf einem Bürotisch

Der erste Plan seit der Euro-Einführung behält die wichtigsten Steuersätze bei, führt eine einmalige Abgabe auf Übergewinne ein und hebt die Beitragsbemessungsgrenze an.

Das bulgarische Finanzministerium hat seine Übersicht über die Haushaltsplanung für 2027 am 15. Oktober an die Europäische Kommission und die Eurogruppe übermittelt. Das Ziel für das gesamtstaatliche Defizit liegt bei 4,3 % des BIP, wie BTA berichtete. Es ist der erste Haushaltsplan des Landes als Mitglied des Euroraums, dem Bulgarien am 1. Januar 2026 beigetreten ist.

Für 2026 erwartet das Ministerium inzwischen ein Defizit von etwa 5 % des BIP, gegenüber 5,4 % im diesjährigen Staatshaushalt. Der Rat der EU hat am 10. Juli 2026 ein Verfahren bei einem übermäßigen Defizit gegen Bulgarien eröffnet; der Plan sieht vor, das Defizit bis 2029 zu korrigieren.

Erhöhungen der wichtigsten Steuern sind nicht geplant, berichtete Radio Bulgaria. Zu den Maßnahmen für Unternehmen gehören eine einmalige Abgabe auf Übergewinne in ausgewählten Branchen im Jahr 2027, die rund 800 Mio. € einbringen soll, eine verpflichtende Mehrwertsteuerregistrierung bei Lieferungen von Grundstücken und Gebäuden, ein höherer Schwellenwert für die verpflichtende Mehrwertsteuerregistrierung sowie eine Verbrauchsteuer auf Kraftfahrzeuge. Auf Glücksspielanbieter kommen höhere Gebühren und Steuern zu, darunter ein monatlicher Mindestbetrag von 100.000 € bei der staatlichen Gebühr für Online-Anbieter.

Ab dem 1. Januar 2027 soll das maximale beitragspflichtige Einkommen für die Sozialversicherung auf 2.400 € steigen. Die Renten sollen um etwa 8 % steigen, die Gehälter im öffentlichen Dienst um 5 % und die Gehälter der Lehrkräfte um 7,5 %.

Die Staatsverschuldung soll Ende 2027 bei 47,1 Mrd. € liegen, das entspricht etwa 33,3 % des BIP, nach rund 31,1 % Ende 2026. Die Zahlen stammen aus dem Planentwurf.