Baba Marta und die Martenitsa
Auf einen Blick
| Datum | 1. März |
|---|---|
| Auch genannt | Martenitsa; Martinka; Mărțișor |
| Wo | Bulgarien, Nordmazedonien, Rumänien und Moldau; verwandte Bräuche sind auch in Griechenland und Albanien belegt |
| Bulgarischer Name | мартеница |
Quelle: Martenitsa; Cultural practices associated to the 1st of March1,2
Den Frühling begrüßen
Baba Marta bedeutet auf Bulgarisch und Mazedonisch „Großmutter März“. Am 1. März feiern die Menschen den Frühlingsbeginn, indem sie einen kleinen Schmuck aus rotem und weißem Faden, die Martenitsa, anfertigen, verschenken und tragen. Sie kann an der Kleidung befestigt oder am Handgelenk oder um den Hals getragen werden. Traditionell sind Martenitsi Geschenke für Angehörige, Freunde und Menschen, die dem Schenkenden nahestehen, und nicht etwas, das man für sich selbst kauft.1,2
Die Fäden und ihre Bedeutung
Die roten und weißen Fäden drücken einen Wunsch nach Gesundheit aus und kündigen neues Leben an. Weiß steht für Reinheit, Rot symbolisiert Leben und Leidenschaft. In der bulgarischen und mazedonischen Folklore wird Baba Marta als mürrische alte Frau vorgestellt, deren Laune schnell umschlägt. Man trägt die Farben in der Hoffnung, sie gnädig zu stimmen, damit der Winter rascher endet und der Frühling kommt. Der Schmuck wird meist abgenommen, wenn man zum ersten Mal einen blühenden Baum, eine Schwalbe oder einen Storch sieht.1,2
Ein Brauch im Wandel der Zeit
Die Tradition geht auf alte bäuerliche und naturbezogene Bräuche zurück. Einige Ethnografen sehen Verbindungen zu den Eleusinischen Mysterien, während eine bulgarische Erzählung die ersten Martenitsi mit einer Schlacht im 7. Jahrhundert und mit Tauben verbindet, die weiße Fäden trugen, die sich blutrot färbten. Dies sind Deutungen möglicher Ursprünge, keine einzige gesicherte Erklärung. Heute können Martenitsi Perlen und anderen Schmuck enthalten. Die mit dem 1. März verbundenen kulturellen Bräuche wurden 2017 in die Repräsentative Liste der UNESCO aufgenommen; die Fertigkeiten zu ihrer Herstellung werden zudem informell und in Museumswerkstätten weitergegeben.1,2
Quellen
Fakten geprüft 13. Oktober 2026. Von InvestBulgaria zur allgemeinen Information erstellt.