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Gewinn der bulgarischen Banken steigt in den ersten neun Monaten 2026 um 12,3 % auf 1,6 Mrd. Euro

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Innenraum einer modernen Bankfiliale mit Schaltern, Wartebereich und einem Geldautomaten in einer Glaswand Finanzen
Innenraum einer modernen Bankfiliale mit Schaltern, Wartebereich und einem Geldautomaten in einer Glaswand

Daten der Bulgarischen Nationalbank zeigen Ende September eine Bilanzsumme des Bankensystems von 124,4 Mrd. Euro, Einlagen von 103,6 Mrd. Euro und einen geringeren Anteil notleidender Kredite.

Der Gewinn des bulgarischen Bankensystems stieg Ende September 2026 im Jahresvergleich um 12,3 % oder 177 Mio. Euro auf 1,6 Mrd. Euro, wie aus Daten der Bulgarischen Nationalbank (BNB) hervorgeht, die am Freitag, dem 30. Oktober, veröffentlicht wurden und über die BTA berichtete.

Die Bilanzsumme der Banken wuchs im dritten Quartal um 3,4 Mrd. Euro oder 2,8 % auf 124,4 Mrd. Euro. Die Liquiditätsdeckungsquote lag Ende September bei 263,1 % nach 261,2 % Ende Juni; das regulatorische Minimum beträgt 100 %.

Die Bruttokredite und -vorschüsse stiegen im Quartal um 733 Mio. Euro oder 0,9 % auf 83,8 Mrd. Euro. Das Bruttokreditportfolio der Banken wuchs um 2,2 Mrd. Euro oder 3,1 % auf 72,5 Mrd. Euro. Den größten Beitrag leisteten Kredite an private Haushalte, die um 1,7 Mrd. Euro oder 5,1 % zunahmen, darunter 1,1 Mrd. Euro an durch Wohnimmobilien besicherten Krediten. Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen stiegen um 684 Mio. Euro oder 2,2 % und an sonstige finanzielle Unternehmen um 207 Mio. Euro, während Kredite an den Sektor Staat um 401 Mio. Euro zurückgingen.

Die notleidenden Bruttokredite und -vorschüsse sanken um 28 Mio. Euro auf 2,2 Mrd. Euro. Ihr Anteil an allen Bruttokrediten und -vorschüssen ging von 2,65 % Ende Juni auf 2,59 % zurück. Abzüglich Wertminderungen beliefen sich die notleidenden Positionen auf 1 Mrd. Euro oder 1,24 % des Nettowerts der Kredite und Vorschüsse.

Die Einlagen stiegen im Quartal um 2,3 Mrd. Euro oder 2,3 % auf 103,6 Mrd. Euro. Den größten Beitrag leisteten Unternehmenseinlagen mit einem Plus von 1,4 Mrd. Euro oder 5,3 %, während die Einlagen privater Haushalte um 851 Mio. Euro oder 1,5 % zunahmen. Die Einlagen des Sektors Staat und sonstiger finanzieller Unternehmen gingen zurück.

Die Wertminderungsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich auf 382 Mio. Euro, 134 Mio. Euro oder 54 % mehr als zum 30. September 2025.

Die Zahlen zeigen einen Sektor, der weiterhin dank der Kreditvergabe an Haushalte, vor allem bei Hypotheken, wächst und zugleich große Liquiditätspuffer hält. Die höheren Wertminderungsaufwendungen sind ein Punkt, den man bei weiter wachsender Kreditvergabe im Blick behalten sollte.