Ivan Vazov
Auf einen Blick
| Auf Bulgarisch | Иван Минчов Вазов |
|---|---|
| Geboren | 9. Juli 1850, Sopot, Osmanisches Reich |
| Gestorben | 22. September 1921 |
| Berufe | Dichter, Romanautor und Dramatiker |
| Bekannt für | Der Roman „Unter dem Joch“ |
| Minister | Bildung und Volksaufklärung, 7. September 1897 – 30. Januar 1899 |
| Akademie | Akademiemitglied der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften |
Quelle: Wikipedia: Ivan Vazov1
Leben und Laufbahn
Vazov wurde in Sopot geboren, das damals zum Osmanischen Reich gehörte. Seine Eltern, Saba und Mincho Vazov, prägten seine frühen Jahre. Nach der Grundschule in Sopot lernte er in Kalofer und arbeitete dort als Hilfslehrer. Später besuchte er die Schule von Naiden Gerov in Plovdiv, wo er seine ersten Schritte als Dichter machte.1
Sein Vater versuchte, ihn auf den Handel auszurichten, und schickte ihn zunächst zu einem Onkel nach Oltenița in Rumänien in die Lehre. Vazov wandte sich stattdessen der Literatur zu und ging nach Brăila, wo er unter bulgarischen Revolutionären im Exil lebte und den Dichter und Revolutionär Hristo Botev kennenlernte. Vazov wurde am 9. Juli 1850 geboren, wobei das genaue Datum umstritten ist.1
Schriftstellerisches Werk
1874 schloss sich Vazov dem Kampf um die Unabhängigkeit Bulgariens vom Osmanischen Reich an. Nach seiner Rückkehr nach Sopot trat er dem örtlichen Revolutionskomitee bei. Nach dem Scheitern des Aprilaufstands 1876 floh er nach Galaţi und wurde dort Sekretär des Komitees. Sein erstes veröffentlichtes Werk war 1876 „Priaporetz and Gusla“ (Fahne und Gusla), 1877 folgte „Bulgaria’s Sorrows“ (Die Leiden Bulgariens).1
Nachdem Bulgarien 1878 seine Unabhängigkeit wiedererlangt hatte, schrieb Vazov das „Epos der Vergessenen“. Sein Roman „Unter dem Joch“ von 1888 schildert die osmanische Unterdrückung in Bulgarien und wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Zu seinen weiteren Werken gehören die Romane „Neues Land“ und „Unter unserem Himmel“ sowie die Theaterstücke „Die Landstreicher“ und „Borislav“. Er schrieb außerdem eine Science-Fiction-Erzählung und ein phantastisches Gedicht, die ersten Werke ihrer Art in bulgarischer Sprache.1
Öffentliches Wirken und Vermächtnis
Vazov gab die politischen Zeitschriften „Wissenschaft“ und „Morgenröte“ heraus und begann später in Sofia mit der Herausgabe der Zeitschrift Dennitsa. Von September 1897 bis Januar 1899 war er für die Volkspartei Minister für Bildung und Volksaufklärung. 1917 wurde er für den Nobelpreis für Literatur nominiert. Die Bulgarische Akademie der Wissenschaften verlieh ihm ihren höchsten Ehrentitel, Akademiemitglied.1
Vazov starb am 22. September 1921. Das Nationaltheater in Sofia und die Nationalbibliothek in Plovdiv tragen seinen Namen, ebenso ein Stadtviertel in Sofia. Sein Wohnhaus in Sofia ist heute ein Museum, und im Juni 2020 wurde ein Krater auf dem Merkur nach ihm benannt.1
Quellen
Fakten geprüft 13. Oktober 2026. Von InvestBulgaria zur allgemeinen Information erstellt.