Baba Vanga
Auf einen Blick
| Auf Bulgarisch | Баба Ванга |
|---|---|
| Geboren | 3. Oktober 1911, Strumica, Osmanisches Reich |
| Gestorben | 11. August 1996, Sofia, Bulgarien |
| Geburtsname | Vangeliya Pandeva Surcheva |
| Bekannt für | Hellseherei und Heilen, beides zugeschrieben |
| Ehemann | Dimitar Gushterov, Heirat 1942 |
Quelle: Wikipedia: Baba Vanga1
Leben und Wirken
Vangeliya Pandeva Surcheva kam als Frühgeburt in Strumica zur Welt, das damals zum Osmanischen Reich gehörte. Ihre Mutter starb, als sie drei Jahre alt war, und ihr Vater wurde im Ersten Weltkrieg eingezogen. Mit 13 Jahren geriet Vanga Berichten zufolge in einen Wirbelsturm und wurde mit Erde und Sand in den Augen aufgefunden. Nach erfolglosen Operationen verlor sie nach und nach ihr Augenlicht. Später besuchte sie eine Blindenschule in Zemun, wo sie die Brailleschrift und praktische Fertigkeiten erlernte.1
Während des Zweiten Weltkriegs suchten Menschen Vanga auf, um Heilung oder Auskunft über Angehörige zu erhalten. 1942 heiratete sie Dimitar Gushterov und zog mit ihm nach Petrich. Nach seinem Tod 1962 empfing sie weiterhin Besucher. In den 1960er-Jahren wurde sie von der Gemeinde Petrich und dem Institut für Suggestologie angestellt, das ihre angeblichen Fähigkeiten untersuchte. Die Gemeinde unterstützte sie und behielt einen Teil ihrer Einnahmen ein; außerdem verlangte sie von den Besuchern ein Eintrittsgeld.1
Vorhersagen
Es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen über Vangas angebliche Vorhersagen. Ihre Anhänger schreiben ihr Vorhersagen zu Ereignissen wie dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, der Ermordung Indira Gandhis, dem Zerfall der Sowjetunion und dem Untergang des U-Boots Kursk zu. Einige Menschen aus Vangas Umfeld erklärten, sie habe bestimmte Vorhersagen, die ihr später zugeschrieben wurden, nicht gemacht.1
Zu den weiteren ihr zugeschriebenen Aussagen gehörte, dass der 44. Präsident der USA der letzte des Landes sein werde. Diese Vorhersage erwies sich ebenso als falsch wie die Prognose eines Atomkriegs zwischen 2010 und 2016, der zur Entvölkerung Europas führen sollte. Ihr Name und ihre Person blieben nach ihrem Tod dennoch populär, auch in Teilen Südost- und Osteuropas.1
Vermächtnis
Vanga war orthodoxe Christin und erklärte 1990 die heilige Petka zu ihrer Schutzpatronin. In Rupite wurde mit Geld, das Besucher hinterlassen hatten, eine der heiligen Petka geweihte Kirche gebaut und 1994 geweiht. Ihre Darstellungen Vangas, geschaffen von dem Künstler Svetlin Rusev, stießen auf Einwände, weil das orthodoxe Kirchenrecht nur Darstellungen von Heiligen erlaubt. Nach ihrem Tod an Brustkrebs 1996 wurde Vanga neben der Kirche beigesetzt.1
Ihre Nichte Krasimira Stoyanova veröffentlichte 1989 eine Biografie auf Bulgarisch. Vangas Haus in Petrich wurde 2008 zum Museum, und ihr Haus in Rupite ist seit 2014 für Besucher geöffnet. 2012 verlieh ihr der Gemeinderat von Petrich posthum den Titel einer Ehrenbürgerin. Ihre angeblichen Vorhersagen und ihr öffentliches Bild verbreiteten sich auch in den 2020er-Jahren weiter im Internet.1
Quellen
Fakten geprüft 13. Oktober 2026. Von InvestBulgaria zur allgemeinen Information erstellt.