Umweltministerin Rositsa Karamfilova-Blagova sagte, die Projekte umfassten auch den hochwassergeschädigten Ferienort Elenite, dazu kämen 38 Mio. Euro für die Klimaresilienz der Küste und 11 Mio. Euro gegen Erdrutsche.
Investitionen von mehr als 180 Mio. Euro fließen in die Wasserversorgungs- und Abwasserbetriebe in Burgas und Varna, darunter Projekte für den Ferienkomplex Elenite, der im vergangenen Jahr von Hochwasser getroffen wurde, sagte Umwelt- und Wasserministerin Rositsa Karamfilova-Blagova am Freitag, dem 30. Oktober, wie BTA berichtete.
Sie sprach online bei einem strategischen Dialog im Rahmen des zweiten Forums Black Sea 2030 in Burgas. Die Arbeit des Ministeriums konzentriere sich auf drei Bereiche: bessere Wasserqualität, Schutz der Ökosysteme und mehr Widerstandsfähigkeit der Küstengebiete.
Mehr als 96 % der Badegewässer in Bulgarien hätten eine ausgezeichnete Wasserqualität; das sei ein gutes Ergebnis, erfordere aber ständige Anstrengungen, sagte die Ministerin. Im Rahmen des Programms Umwelt seien 38 Mio. Euro für die Klimaresilienz der Küstengemeinden bereitgestellt worden und 11 Mio. Euro für den Umgang mit Erdrutschen und anderen Naturgefahren.
Karamfilova-Blagova sagte, die Strategie zum Schutz der Meeresökosysteme werde aktualisiert, und Bulgarien solle bei der Gestaltung der künftigen europäischen Meerespolitik im Rahmen des Europäischen Ozeanpakts eine aktive Rolle spielen, mit einem regionalen Ansatz, der die Besonderheiten des Schwarzen Meeres berücksichtigt. Militärische Operationen im Schwarzen Meer bärgen Risiken für die Meeresökosysteme; Mitarbeiter des Ministeriums seien in den vergangenen Tagen vor Ort gewesen, um den Zustand des Meeres zu überwachen. Fortschritt erfordere neben Investitionen auch bessere Steuerung und Abstimmung zwischen den Institutionen, und die Schwarzmeergemeinden müssten untereinander und mit der Wissenschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Das Forum brachte Institutionen, europäische Organisationen, Wissenschaftler und Unternehmen zusammen, um über Sicherheit im Schwarzen Meer, die Meeresumwelt, nachhaltige Entwicklung, Forschung und Innovation zu sprechen.
Für Bau- und Ingenieurunternehmen sind die Wasser- und Abwasserprojekte an der Küste ein beachtliches Volumen anstehender Infrastrukturarbeiten. Unabhängig davon teilte das Ministerium für regionale Entwicklung am 30. Oktober mit, dass 2027 rund 47 Mio. Euro für den Wasser- und Abwassersektor vorgesehen sind, für Vorstudien und die Planung von Hauptwasserleitungen und neuen Anlagen.