Georgi Ivanov
Auf einen Blick
| Auf Bulgarisch | Георги Иванов Какалов |
|---|---|
| Geboren | 2. Juli 1940, Lovech, Königreich Bulgarien |
| Bekannt als | Bulgariens erster Kosmonaut |
| Raumflugmission | Sojus 33, 1979 |
| Militärischer Rang | Generalmajor |
| Ende der Raumfahrtlaufbahn | 12. April 1989 |
Quelle: Wikipedia: Georgi Ivanov (cosmonaut)1
Frühe Laufbahn
Der in Lovech geborene Georgi Kakalov besuchte die Militärfliegerschule in Dolna Mitropolia und absolvierte deren fünfjähriges Programm. Anschließend diente er als Militärpilot in der Bulgarischen Volksarmee. Einige Jahre später wurde er Fluglehrer und Leiter einer Abteilung. Er änderte seinen Nachnamen in Ivanov, weil sein ursprünglicher Nachname ähnlich klang wie ein bulgarisches Wort für Exkremente.1
Der Flug mit Sojus 33
Ivanov wurde 1978 für das sowjetische Interkosmos-Programm ausgewählt und für das Sojus-Raumschiffprogramm ausgebildet. Er flog mit dem sowjetischen Kosmonauten Nikolai Rukavishnikov an Bord von Sojus 33, die am 10. April 1979 vom Kosmodrom Baikonur startete. Das wissenschaftliche Programm der Mission wurde von bulgarischen Wissenschaftlern vorbereitet, teilweise mit bulgarischer Ausrüstung.1
Ein Schaden am Triebwerk des Raumschiffs verhinderte die geplante Kopplung an die Raumstation Saljut 6. Die Besatzung kehrte vorzeitig zur Erde zurück, und technische Probleme erschwerten die Landung, bei der Belastungen von über 9 G auftraten. Sojus 33 landete nach 31 Erdumkreisungen 320 Kilometer südöstlich von Dzhezkazgan. Ivanov verbrachte 1 Tag, 23 Stunden und 1 Minute im All.1
Spätere Laufbahn
Am 13. April 1979 erhielt Ivanov den Titel „Held der Sowjetunion“. Er promovierte in Raumfahrttechnik und wurde 1990 Abgeordneter der bulgarischen Nationalversammlung. Außerdem wirkte er an der Ausarbeitung der neuen demokratischen Verfassung des Landes mit. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Titel „Held der Volksrepublik Bulgarien“ und der Georgi-Dimitrov-Orden, beide 1979, sowie 2004 der Orden „Stara Planina“ erster Klasse mit Schwertern.1
Seit 1993 ist Ivanov Geschäftsführer von Air Sofia. Er gründete die Stiftung „Zukunft im Weltraum“ und ist Mitglied der Association of Space Explorers. Er hat zwei Kinder, eine Tochter, Ani, und einen Sohn, Ivan. Zu seinen Hobbys zählen Skifahren, Angeln und Golf.1
Seit 1993 ist er Geschäftsführer der Fluggesellschaft Air Sofia.1
Quellen
Fakten geprüft 13. Oktober 2026. Von InvestBulgaria zur allgemeinen Information erstellt.